EVENT INFORMATION

Nächstes Rennen: 23. Crocodile Trophy
Cairns - Port Douglas / 22. – 29. Oktober 2016

Abschlussbericht 2016:


Vom tropischen Regenwald durch den australischen Busch in’s entlegene Outback und zum Abschluss an einen traumhaften Strand – das war die Crocodile Trophy in 2016.

 
 

Urs Huber und Alice Pirard sind die 2016 Crocodile Trophy Champions

Nach acht harten Renntagen mit Start im tropischen Cairns fuhren die Crocodile Trophy Teilnehmer über die Ziellinie am Four Mile Beach! Urs Huber war der schnellste Mann der letzten Etappe und wurde – zum vierten Mal – zum Elite Herren Gewinner gekrönt. Mit einem Vorsprung von 1:48 Minuten vor dem Belgier Sebastien Carabin sicherte er sich seine vierten Rennsieg nach den Jahren 2009, 2010 und 2015. Die Belgierin Alice Pirard konnte ihre hart erkämpfte Gesamtführung auch in Port Douglas verteidigen, wo sie sich nach dem kurzen Zeitfahren von der Wetherby Rinderfarm den Elite Damensieg holte.

Dieses Jahr wurde die so legendäre Crocodile Trophy zum 22. Mal veranstaltet und mit einem neuen Etappenplan über acht Tage von Cairns nach Port Douglas fand sie wieder im tropischen Norden von Queensland in Australien statt. Am Samstag, den 22. Oktober, startete die weltweit berühmt-berüchtigte Veranstaltung mit einem Rundenrennen auf der Weltcup Strecke in Smithfield bei Cairns und fuhr dann weiter auf die Atherton Tablelands, eine Hochebene, die sich im Osten von Cairns hin zur „Great Dividing Range“ erstreckt. Es war der Anstieg von der Küste zu eben dieser Hochebene geballt mit dem Zickzack von einem Höhenprofil der zweiten Etappe, der die Fahrer der heurigen Crocodile Trophy am meisten zu schaffen machte, war man sich im Ziel einig. Drei Etappen wurden dann im Atherton MTB Park gefahren, einer der beliebtesten Destinationen für Mountainbiker in Australien, sowie im Herberton State Forest und Umgebung, die den Fahrern viel technisches Können aber auch Ausdauer abverlangten.

 

Hart erkämpfter vierter Sieg für Huber

Der Cross-Country Spezialist Sebastien Carabin aus Belgien hatte sich sofort die erste Etappe bei den Elite Herren geholt – in einem geballten Fahrerfeld fuhr der Marathonexperte und mehrfache Schweizer Staatsmeister, Urs Huber,  auf den zweiten Rang mit einem Rückstand von nur wenigen Minuten. Als der klaren Rennfavorit mit drei Siegen in der Tasche, konnte sich Huber jedoch die Zeit wieder zurückholen und einen Vorsprung von 3:50 Minuten auf der harten zweiten Etappe herausfahren.

Temperaturen von fast 40 Grad am zweiten Renntag fühlten sich noch heißer an durch den extremen Feuchtigkeitsgehalt in der Luft und ein starker Gegenwind zum Schluss hin hinterließen Erschöpfungserscheinungen sogar bei den stärksten im Fahrerfeld.

„Die Woche war sehr anstrengend, für mich nicht so sehr körperlich, sondern mehr auf mentaler Ebene, weil mein Vorsprung [auf Sebastien Carabin] immer sehr klein war und ich mich ständig konzentrieren musste. Ich durfte mir keine Fehler erlauben und das ist mir gut gelungen, deshalb habe ich den Sieg eingefahren“, so Huber.

Er gratulierte seinem stärksten Konkurrenten Carabin zu einer starken Leistung, „Wir waren beide gleich stark. Er hatte einfach einen schlechten Tag und ich nicht. Im Endeffekt war das mein Vorteil, der den Sieg einbrachte.“

Nur einem Fahrer – Jaap Viergever aus den Niederlanden – war es bislang gelungen vier Rennsiege einzufahren (1997, 1999, 2001 und 2002).

Der „schlechte Tag“ war die besagte zweite Etappe von Cairns nach Atherton, die fast alle Fahrer an ihre absoluten Limits zwang. Die Marathonetappe hatte derart extreme Bedingungen in sich, dass sogar Weltklassefahrer wie Sebastien Carabin litten, was ihm bis zum Ende hin eine Chance auf den Gesamtsieg kostete.

Vom Rennverlauf gab Huber zu, dass es eine anstrengende Woche für ihn gewesen sei – seine Rennzeit betrug 23h52:51.6. Carabin hatte sich jedoch einen weiteren Etappensieg holen können am dritten Tag – das Rundenrennen im Atherton MTB Park mit seinen engen Anlegern und Kurven sowie dem flüssigen Streckenverlauf war wie geschaffen für ihn.

Im restlichen Elite Herrenfeld gab es dann einen harten Kampf um den dritten Platz. Mit einer unglaublichen Leistung beim Zeitfahren konnte sich der Belgier Michiel van Aelbrock den dritten Platz holen mit einem Rückstand von 1h05 auf Huber. Der 40-jährige Bas Peters wurde Vierter (+1h11:05.4) und der Österreicher Matthias Pliem wurde Fünfter (+1h16:29.0).

 

Sensation am sechsten Tag

Von den Regenwäldern in Cairns in den australischen Busch der Tablelands und über das berühmte Outback ging es mit der fünften Etappe zur Skybury Kaffeeplantage, wo man für zwei Renntage halt machte. Das Fahrerfeld genoss die tropische Umgebung und zur sechsten Etappe stand ein kurzes Rennen durch die Auen in Mareeba auf dem Programm.

Bei den Damen spielte sich heuer einiges ab. Drei erfahrene Lokalmatadorinnen fuhren gegen die Niederländische Straßenfahrerin und Olympia Teilnehmerin Annemiek van Vleuten sowie die Belgische Mountain Bike Marathon Staatsmeisterin, Alice Pirard, die von Anfang an als die Favoritin gehandelt wurde. Die Australierinnen waren Ruth Corset aus Townsville, die Straßenstaatsmeisterin von 2010 und Vizemeisterin diese Jahr, sowie Sarah Kaehler aus Cairns und Joanne Koy.

Alice Pirard fuhr einen beachtlichen Vorsprung gegen Ruth Corset gleich am ersten Tag heraus und eine Amateurfahrerin Anita Narula wurde Gesamtdritten der ersten Etappe. Platz vier Gesamt war Annemiek van Vleuten, die anmerkte, sie sein auf Urlaub und bei der Crocodile Trophy um Australien von einer anderen Seite kennenzulernen. Sie wolle es ganz gemütlich angehen, vor allem die technisch anspruchsvollen Tage. Das änderte sich jedoch schlagartig mitte der Woche.

Nachdem sie die zweite Etappe vor Pirard gewonnen hatte, habe sie plötzlich die Rennlust gepackt, gab van später zu.

„Ich habe mich eigentlich ein wenig selbst überrascht diese Woche – eigentlich kam ich hierher um meine Nachsaison zu geniessen und plötzlich fand ich mich in einem Rennen wieder. Auf den weniger-technischen Etappen fühlte ich mich so richtig wohl und es war lustig im Fahrerfeld mitzumischen“, so eine aufgeregte van Vleuten nach ihrem dritten Etappensieg bei der Wetherby Rinderfarm am vorletzten Tag.

“Es war super-schwierig mit den Bedingungen hier klar zu kommen. Ich bin keine Mountainbikerin, weshalb ich sehr vorsichtig bin – ich will meine Saison im Jänner mit der Tour Down Under starten und da darf ich mich nicht verletzen. Ich will es gemütlich angehen auf den gefährlichen Passagen und alles geben auf den anderen Abschnitten“, erklärte sie.

In der Tat war Van Vleuten so vertieft im Renngeschehen, dass sie sich zwei Mal verfuhr (auf Etappe vier und fünf), was sie viel Zeit kostete und schlussendlich auch die Gesamtführung.

Als Revenge, wie sie es nannte, entschloss sie sich auf der sechsten Etappe in den Mareeba Auen das gesamte Croc Fahrerfeld zu attackieren. Nur der junge Stef de Louwere, ihr Landsmann aus den Niederlanden, ging mit was in einem Etappensieg für ihn endete und einem Gesamtplatz zwei für van Vleuten. Eine denkwürdige Etappe.

Von Skybury ging es dann weiter zur Rinderfarm Wetherby – ein Marathon wurde auf offenen Outback Highways gefahren – schnell und in gleißender Hitze. Zum Schluss gab es noch eine Belohnung für die Fahrer – eine schnelle Zeitfahr-Etappe, die über 30km den bekannten „Bump Track“ hinterging, direkt in das Urlaubsparadies von Port Douglas mit dem letzten Ziel auf dem schönen Four Mile Beach.

 

Alice Pirard im Wunderland in Atherton

Eine solide und beständige Leistung sowie ihre gute Mountainbike Erfahrung brachte Alice Pirard den Gesamtsieg bei der Crocodile Trophy 2016 ein. Mit vier Etappensiegen war das Highlight die Cross-Country Etappe in Atherton sagte sie.

„Das war ein Wunderland – ein Traum! Ein Singletrail Paradies, die ganze Zeit Anleger, technische Passagen, Wurzeln, Steine, genau was ich liebe. Es war so richtiges Mountainbiken! Ich habe mich von Anfang an sehr angrestrengt, so konnte ich gleich einen guten Rhythmus finden.“ Am selben Tag konnte ihr Teamkollege Carabin ebenfalls einen Etappensieg bei den Herren für sich verbuchen.

Insgesamt beendete Alice Pirard das Rennen in 30h34:45.0 vor van Vleuten (+44:15) und der Australierin Ruth Corset (+1h06:27). Die Marathonspezialisting Sarah Kaehler aus Cairns wurde Vierte (+5h39:57).

Im Ziel am Strand in Port Douglas war Pirard überglücklich, „Das ist einfach super, fantastisch! Das Finish ist unglaublich und unvergesslich hier am Strand – und dass ich auch noch die Siegerin bin hier ist der Wahnsinn.“

 

Neue Annehmlichkeiten bei der 2016 Veranstaltung

Für die 2016 Crocodile Trophy, die das älteste Mountain Bike Etappenrennen der Welt ist, wurden zusätzliche Nächtigungsmöglichkeiten angeboten, was eine gute Anzahl an Fahrern in Anspruch nahm. Traditionellerweise wird bei dem Rennen in Zelten geschlafen, dieses Jahr jedoch gab es einen Shuttledienst, diejenigen Fahrer zu Partnerhotels in der Region und wieder zurück zum Abendessen und zur Siegerehrung brachte.

Das Nenngeld inkludierte alles Depots auf der Strecke, sowie Fühstück, Mittag- und Abendessen mit Start in Atherton. Gemüse, Obst und weitere Verpflegung wurden großteils lokal eingekauft – die tropischen Cairns und Port Douglas Regionen verfügen über ein fantastisches Angebot.

Die Crocodile Trophy wird im kommenden Jahr ein Monat früher stattfinden – das 23. Rennen wird von 16.-23. September abgehalten werden.

 

 

Weitere Informationen:

Alle Fotos, die per Presseaussendung verschickt wurden, stehen in der Highlight-Gallerie “Media Pictures 2016” zum high-res Download bereit.

>> Link to Media Pictures 2016 portal

 

Fotos: Crocodile Trophy/Regina Stanger

Bildmaterial darf GRATIS verwendet werden, im Zusammenhang mit Berichten über die Crocodile Trophy und mit Copyright-Angabe.

 

Zugang zu einer größeren Auswahl an high- und low-res Bildmaterial über unseren Server möglich. 

 

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User: media@crocodile-trophy.com

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