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06.10.2017

Abschlussbericht 2017

23rd MEPT - Crocodile Trophy
Cairns - Port Douglas / 16 - 23 September 2017

 

Leandre Bouchard und Haley Smith sind die MEPT – Crocodile Trophy Champions 2017

Die MEPT – Crocodile Trophy ging am 23. September in Australien am Four Mile Beach in Port Douglas zu Ende. Zwei kanadische Elitefahrer hatten das gesamte Fahrerfeld eine ganze Woche lang dominiert: Andrew Lésperance gewann die letzte Etappe, einem 30km langen Zeifahren, und Leandre Bouchard verteidigte seine Führung und holte sich den Gesamtsieg nach acht brutalen Etappen. Der Amateursieger Erik Dekker aus den Niederlanden wurde dritter gesamt vor dem Australier Daniel Beresford und sein Landsmann und Elitefahrer Ben May wurde Fünfter und Dritter in der Eliteklasse. Die Siegerin ist die Elitefahrerin Haley Smith aus Kanada vor der Amateurin Daniela Erni Ruoss aus der Schweiz.

Teilnehmer aus 17 Nationen starteten bei der 23. Ausgabe des ältesten und legendärsten Mountain Bike (MTB) Etappenrennens Australiens und der Welt. Gestartet wurde es am 16. September in Cairns und dann ging es über die Atherton Hochebene zur tropischen Skybury Kaffeeplantage. Zwei Nächte lang wurde bei der Wetherby Riderfarm halt gemacht bevor es in die letzte Etappe nach Port Douglas ging. Insgesamt waren es mehr als 660km und über 10.000 Höhenmeter, die die tapferen Fahrer hinter sich brachten.


In Führung vom ersten Tag an: Leandre Bouchard

Der heurige MEPT – Crocodile Trophy Champion Leandre Bouchard holte sich den Tagessieg am ersten Tag im Smithfield MTB Park und verteidigte seinen 1:30 Minuten Vorsprung vor seinem kanadischen Landsmann Andrew Lèsperance auf den folgenden sieben Etappen. Nur auf der letzten Etappen nach Port Douglas hinein konnte Lésperance 15 Sekunden auf der 30km langen Strecke gut machen.

“Ich bin wirklich froh, dass ich heute das meiste meines Vorsprunges über die Ziellinie gebracht habe”, sagte eine erleichteter Leandre Bouchard in Port Douglas nach einer intensive Gesamtrennzeit von 27h15:59.5 hinter ihm. Er gab zu, dass er die steilen Anstiege der ersten Etappen nicht erwartet habe und überrascht von der positiven Atmosphäre im Croc Camp gewesen sei. Er sagte auch, dass das Rennen anstrengender gewesen sei als er erwartet habe, „Das ist definitiv eine Rennen für harte Knochen.“ Von den letzten paar Renntagen sagte er, „Andrew [L'Esperance] wurde wirklich stark über die letzten Tage hinweg und ich wollte diese heutige letzte Etappe wirklich selbst gewinnen, aber ich bin überglücklich über den Gesamtsieg, natürlich.” Er fügte hinzu, das Rennen im Outback wirklich genossen zu haben und beindruckt von der Organistation im Hintergrund des Renngeschehens zu sein, „Es war ein wirklich großes Abenteuer und es war wirklich eine tolle Woche.“

Andrew LÉsperance gab zu sich vor dem Rennen „nicht all zu viele Gedanken um die Crocodile Trophy gemacht zu haben“, da er sich so auf die Weltmeisterschaften in Cairns in der Woche davor konzentriert zu haben. „Ich bin in dieses Rennen ohne große Erwartungen gegangen, ich wusste nur, dass ich eine unglaublich schöne Gegend von Australien auf meinem Fahrrad erleben würde. Aber ehrlich gesagt, dieses Rennen war alles was ich jemals erleben wollte, obwohl ich gar nicht wusste, dass ich es wollte“, gab er zu und dass er nicht geglaubt hätte, dass einige der Etappen so hart sein würden.

“An der Spitze des Rennens war es hart und wir waren am kürzesten von allen auf der Strecke. Die Fahrer, die noch einige Stunden länger als wir jeden Tag draußen waren, haben mich wirklich beeindruckt. Jeder, der diese dritte Etappe fertiggefahren ist, Hut ab! Das war hart”, LÉsperance erinnerte sich an das Renngeschehen.


Crocodile Trophy hat es in sich

Der Großteil des Fahrerfeldes war sich einig, dass die dritte Etappe die härteste der heurigen Veranstaltung gewesen war. Die nur viert-längste Etappe hatte die meisten Höhenmeter in sich und die Teilnehmer litten unter den Anstrengungen des Tages. Haley Smith war die einzige Elitedame beim heurigen Rennen und war sehr beeindruckt von ihren Rennkollegen, „[...] Ich war auch sehr überrascht wie hart im Nehmen die anderen Fahrer waren. Viele, die hier mitfahren, sind keine professionellen Athleten, und es war so inspirierend wie sie einfach tagtäglich wirklich unglaublich toll gefahren sind. Wir hatten einige wirklich lange Tage im Regenwald, und die Ausdauer und Beharrlichkeit von allen war unglaublich beeindruckend.“

Smith ist eine Kurzstreckenexpertin und sei noch nie ein Marathonrennen vor der MEPT – Crocodile Trophy gefahren, die auch ihr ersten Etappenrennen jemals gewesen sei. „Ich glaube, insgesamt hat es mir abseits des Rennens viel mehr Spaß gemacht, als ich geglaubt hätte. Die Leute hier waren einfach super, es war toll sie alle kennenlernen zu dürfen. Es war eine ganz andere Erfahrung als meine typischen XCO Rennen. Bei unseren Rennen verbringen wir nicht oft Zeit mit unseren Konkurrenten, weshalb dieses kameradschaftliche Umfeld hier wirklich sehr einzigartig war. Ich glaube auch, dass ich unterschätzt habe, wie hart der Terrain sein würde. Der vierte Tag war bestimmt der härteste Tag, den ich je auf meinem Rad erlebt habe... und das soll was heißen!“

Die vierte Etappe war ein 122km langer Marathon vom Tepon Equestrian Park in der Nähe von Herberton auf der Atherton Hochebene zur Skybury Kaffeeplantage gewesen. Am Tag hatte Smith gesagt, dass sie, als einzige Elitefahrerin am Start, mit den Männern konkurrieren wolle, „Ich mag einfach das Rennen selber, gegen wen ich fahre ist im Endeffekt egal.“ Mit einem 14. Platz schlussendlich in der Gesamtwertung hat sie sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen nach einer Rennzeit von 32h13:29.7.

 

Stärkstes Amateurfahrerfeld in der Geschichte der Croc

Mit einem Etappensieg am fünften Tag holte sich der Ex-Straßenprofi und viermalige Tour de France Etappengewinner Erik Dekker aus den Niederlanden den dritten Platz in der Gesamtwertung sowie den Amateurgesamtsieg bei dem heurigen Rennen. Er habe sich einen Etappensieg bei der MEPT – Crocodile Trophy als Ziel gesetzt, sagte Dekker, der seinen dritten Platz hinter den zwei Eliteführenden Bouchard und Lésperance schon früh im Rennen gesichert hatte.

Dekker war 2006 vom aktiven Straßenrennsport zurückgetreten und sagte die zwei Welten – Straße und MTB – seien sehr verschieden. Vor allem die Crocodile Trophy sei vor allem eine komplett neue Erfahrung für ihn gewesen. „Naja, ich bin hier ganz auf mich alleine gestellt. Ich hatte gestern einen platten Reifen und normalerweise hätte ich gleich ein ganzes neues Hinterrad bekommen. Hier musste ich selber flicken“, sagte er und lachte schallend.

Er fügte hinzu, dass er die australische Umgebung des Rennens sehr genieße mit Wallabies und Kanguruhs, die fast täglich die Fahrer begleiten. „Ich liebe dieses Rennen“, kam er zum Schluss. „Ich sehe keinen Grund warum ich hier nicht wieder teilnehmen sollte, es ist einfach ein legendäres Rennen. Ich bin hier, weil ich in meiner Pension erkannte, dass ich Radfahren wirklich liebe. Ich hätte nie gedacht, dass ich die Crocodile Trophy fahren würde oder jegliche Etappenrennen, aber vor 11 Monaten habe ich dieses Rennen und die Resultate von Annemiek van Vleuten mitverfolgt und ich dachte, du lebst nur einmal. Ich glaube nicht an Listen, die man im Leben irgendwann einmal abhaken muss.“

Der Amateursieg bei den Damen ging an Daniela Erni Ruoss, die in Melbourne lebende Schweizerin, die insgesamt 34h53:33.7 im Sattel war.

 

Australier genießen internationale Konkurrenz

Der schnellst Australier, wie im Vorjahr, und Vierter gesamt, war Daniel Beresford aus Wagga Wagga, der um +1h06:50 hinter Erik Dekker der Zweite in der A3 Altersklasse wurde. „Dieses Jersey bedeutet mir sehr viel! Ich habe mich ein ganzes Jahr lang auf dieses Rennen vorbereitet“, sagte er. Mit dem Etappensieg am vierten Tag mit niemand anderem als Erik Dekker in seiner Kategorie, sei ein Traum in Erfüllung gegangen. „Ich bin damit aufgewachsen ihn bei der Tour de France zu sehen und dann bei meinem letzten Training auf der Walze in meiner Garage habe ich Wiederholungen von der Tour angeschaut und er war in einer Ausreißergruppe!“, so Beresford.

Dritter in der Elitekategorie und fünfter gesamt nach acht Etappen war der Australier Ben May. Er sagte, dass er im Ziel gar nicht glauben hatte können, wieviel er bei dem Rennen gelernt habe, von seinen Mitstreitern wie auch von ihm selbst. „Alle Fahrer haben so hart trainiert vor diesem Rennen und alle haben wir viel in Kauf genommen und aufgeopfert was Familie und Berufsleben betrifft für das Training und die Vorbereitung auf die Crocodile Trophy. Das bedeutet, dass hier eine Gruppe von wirklich gut trainierten, erfahrenen und leidenschaftlichen Fahrern zusammengefunden hat“, so der in Brisbane lebende Mountainbiker, der seit acht Jahren im Rennsport tätig ist.

Der fünft-platzierte Elitefahrer dieses Jahr hinter dem Japaner Hiroyuiki Okamoto war Mike Blewitt, ein bekannter Sportjournalist und Redakteur des Australian Mountain Bike Magazine, sowie mehrfacher Crocodile Trophy Teilnehmer. „Es war eine wirklich sehr gesellige Erfahrung für Australier. Es war ein kleineres Feld heuer, aber sehr, sehr nett. Ich glaube auch, dass die Crocodile Trophy eine wirklich gute Option für Australier ist. Der Kanadier Lésperance sagte, dass er seine Sprintfinishes vier Tage hintereinander üben konnte. Das ist es, was viele unserer australischen jungen Elitefahrer hier versäumen. Tagtäglich kann man rennfahren und neue Sachen ausprobieren. Ich würde liebend gerne mehr unserer besten Rennfahrer hier sehen.“


Mehrfach Teilnehmer mögen Abwechslung

Eine der einheimischen Rennfahrer aus Cairns Brendon Skerke war zum 6. Mal beim Rennen und heuer zum ersten Mal in einem Zweierteam. Er sagte vom Rennen, dass es sehr wieder sehr traditionelle Crocodile Trophy Etappen gegeben habe mit langen und harten Tagen auf dem so anstrengenden Nordqueensland Terrain. „Ich liebe, dass dieses Rennen sich jedes Jahr ändert und Mehrfachteilnehmern wie mir die Chance gibt jedes Jahr neue und einzigartige Erfahrungen zu sammeln“, sagte er.

Brendon gab an, 12 Wochen lang intensive trainiert zu haben im Vorfeld der Veranstaltung und sein Teamkollege Bart Duraj, ein ehemaliger europäischer Straßenprofi sagte er habe die Lust auf professionelle Straßenrennen nach seinem Rücktritt verloren, aber seine Leidenschaft im Mountainbiken wiedergefunden.

Als ein mehrfacher Finisher sagte Skerke in einem kürzlichen Interview mit der Cairns Post Zeitung, dass er es genieße mit so bekannten und ausgezeichneten Rennfahrern an der Startlinie zu stehen, „Es gibt kein anderes Rennen in Australien, das dir das bietet, wo du mit wirklichen Legenden des Sports gemeinsam Rennen fahren kannst.“

Der aktuelle Rekordhalter der meist-fahrenen Crocodile Trophies ist der in Sydney lebende Österreicher Martin Wisata. Mit seiner achten Croc in der Tasche habe er nach jahrelangen harten Rennen wo es nur darum ging bei jeder Etappe über die Ziellinie zu fahren, ein aufregendes und spannendes Rennen heuer hinter sich so der 39-jährige aus Ried im Innkreis. „Dass ich am ersten Tag das grüne Österreicher-Führungstrikot einfahren konnte, war eine wirkliche Überraschung für mich! Ein Führungstrikot war eigentlich nie in meinem Blickwinkel gewesen und es war eine unglaubliche Erfahrung es ein paar Tage lang zu verteidigen“, sagte der Oberösterreicher, der es an den Steirer Peter Urdl für den vierten Tag abgeben musste. „Es geht so viel Vorbereitung in dieses Rennen – ich weiß, dass Peter sich ganz spezifisch mit einem eigenen Trainer vorbereiten hat und es ist auch meine Hauptmotivation für Trainingsfahrten und –rennen jedes Jahr“, so Wisata, der schon plant nächstes Jahr wieder am Start zu sein.

 

Oktoberdatum für 2018 bestätigt

Die Veranstalter sagten sie seine zufrieden mit den Rückmeldungen der Fahrer nach dem heurigen Rennen. „Wir hatten ein tolles Team vor Ort, das uns bei der Streckensuche unterstützt hat und ich bin mehr als je zuvor entschlossen weiterhin das härteste Mountainbike Etappenrennen der Welt zu organisieren“, so Gründer und Renndirektor Gerhard Schönbacher. Er kündigte an, dass die MEPT – Crocodile Trophy auch nächstes Jahr wieder in den tropischen Norden von Australien zurückkehren werde. Das Datum steht fest: 13. bis 20. Oktober 2018.

 

 

Top Resultate von 2017 sind wie folgt:


General classification OVERALL after stage 8:

1. #3 Leandre Bouchard (CAN) / ELITE /  BH SR Suntour KMC / 27h15:59.5

2. #4 Andrew L'Esperance (CAN) / ELITE / Forward Racing-Norco / 27h17:16.0  +1:16.5

3. #41 Erik Dekker (NED) /A3 Master / 28h30:35.3  +1h14:35.8

4. #40 Daniel Beresford (AUS) / A3 Master / Team Cycle Station/Hammer Nutrition/Norco / 29h37:25.3   +2h21:25.8

5. #9 Ben May (AUS) / ELITE / Bicycle Riders/Specialized/Infinit Nutrition / 30h04:05.5  +2h48:06.0

General classification ELITE Men after stage 8:

1. #3 Leandre Bouchard (CAN) / ELITE /  BH SR Suntour KMC / 27h15:59.5

2. #4 Andrew L'Esperance (CAN) / ELITE / Forward Racing-Norco / 27h17:16.0  +1:16.5

3. #9 Ben May (AUS) / ELITE / Bicycle Riders/Specialized/Infinit Nutrition / 30h04:05.5  +2h48:06.0

4. #6 Hiroyuki OKAMOTO (JPN) / INPULSE / 30h43:42.0  +3h27:42.5

5. #8 Mike Blewitt (AUS) / ELITE / Subaru-MarathonMTB.com / 32h12:02.8  +4h56:03.3

ELITE WOMEN Stage 8:

1. #11 Haley Smith (CAN) / Norco Factory Team / 32h13:29.7

Further category winners after 8 stages:

  • Amateur Women: 1. Daniela Erni Ruoss (SUI) / 34h53:33.7
  • Amateur A1 Men:  1. #21 Cees DE RIDDER (NED) / 33h58:39.6
  • Amateur A2 Men: 1. #31 Alex MALONE (AUS) / Cyclist Magazine / 30h11:49.0
  • Amateur A3 Men:  1. # 41 Erik DEKKER (NED) / 28h30:35.3
  • AmateurA4 Men:  1. #61 Peter URDL (AUT) / 31h46:43.0
  • Amateur A5 Men:  1. #65 Marc RUSSENBERGER (SUI) / 36h27:42.3
  • 3-Days Croc: 1. #92 Greg STANTON (AUS) / 10h28:06.8
  • CA Team Men: 1. #111 Bart DURAJ and #110 Bren SKERKE (AUS) / Astute Financial Racing Team / 33h30:34.8
  • CA Team Mix:  1. #102 Romana FRITZ-WINTER and Robert FRITZ (AUT) / Team Sportordination / 37h40:28.8
  • CA Team Master: 1. #117 Nick SMITH (SUI) and Nick GATLAND (AUS) / Nick & Nick / 36h17:24.3

 

 

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