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27.10.2016

Holländer Stef de Louwere gewinnt in Skybury, Landsfrau Annemiek van Vleuten wird Etappenzweite

Eine kühne Attacke der holländischen Profistraßenfahrerin Annemiek van Vleuten überraschte heute das gesamte Fahrerfeld der Crocodile Trophy - bis auf ihren Landsmann Stef de Louwere, der mit ging. Das Resultat: Etappensieg für de Louwere und der zweite Platz gesamt bei der sechsten Etappe für van Vleuten. Huber verteidigt die Führung vor Carabin mit zwei Etappen noch übrig.

 

Von Anfang an schien die Führungsgruppe um den Gesamtführenden Urs Huber aus der Schweiz heute passiv - die kürzeste Etappe der Crocodile Trophy wurde schon im Vorfeld von vielen Fahrern als ein "Rasttag" gehandelt.

Nicht so von Annemiek van Vleuten. Heute war es Zeit für eine Revenge für die 34-jährige Holländerin, die bei der Crocodile Trophy eine Rechnung offen hatte. Eigentlich zwei, denn an den vergangenen zwei Renntagen hatte sie sich mit einem beachtlichen Tagesvorsprung bei den Damen jeweils verfahren, kam vom Rennkurs ab und verlor viel Zeit im Gesamtklassement, schlussendlich die Gesamtdamenführung.

So attackierte sie heute das Fahrerfeld auf der 50km Flachetappe durch die Mareeba Auen mit Start und Ziel bei der tropischen Skybury Kaffeeplantage. Und fuhr allen davon.

Ihr 19-jähriger Landsmann und ebenfalls Straßenfahrer, Stef de Louwere war der einzige, der mit ihr mitging und so arbeiteten sie zusammen bis in´s Ziel. Ein sehr emotionaler Stef de Louwere holte sich als einer der jüngsten Fahrer jemals bei der Crocodile Trophy den Tagessieg in einer Zeit von 1:31:29 und Annemiek van Vleuten kam weniger als eine Sekunde später hinter ihm in´s Ziel. Die routinierte Straßenfahrerin van Vleuten lobte ihren Mitstreiter und sagte er sei ein würdiger Etappensieger, der wahnsinnig hart gearbeitet habe.

Dritter heute wurde der Amateur der 40+ Altersklasse, Michel Meysman aus Belgien. Er sagte, er habe von seinen Konkurrenten wegfahren wollen und Zeit gewinnen. Dank der kurzen Etappe sei ihm das gelungen und er ist nun auf Rang drei in seiner Klassifikation. Er kam in einer Gruppe mit Urs Huber (SUI) und dem Belgier Sebastien Carabin in´s Ziel.

Nicht viel hat sich geändert im Gesamtklassement, jedoch wird der heutige Tag sicher vielen noch lange in Erinnerung bleiben.

Morgen zieht die Crocodile Trophy weiter in den Norden, zur Wetherby Rinderfarm.

 

 

STIMMEN AUS DEM FAHRERLAGER:

 

Stef de Louwere NED

Einfach ein Wahnsinn... Ich hatte Angst zurückzuschauen, jeden Moment dachte ich, werden sie uns kriegen... es ist einfach unglaublich... ein Wahnsinn. Ich bin so glücklich! Annemiek attackierte und ich wartete ein paar Minuten und ging mit, wir sind toll gemeinsam gefahren, es war einfach super.

Ich fahre mehr auf der Straße, bis jetzt war es sehr technisch für mich. Heute war es flach, das war gut für mich, normalerweise, falle ich im Dowhill immer zurück und muss mich bergauf wieder herankämpfen, also heute war perfekt für mich.

Es ist wirklich ein besonderes Rennen für mich, es ist so heiß und sandig und so viele Steine überall. Das ist ein Land, das ich noch nie besucht habe und nun bin ich mit meinem Vater hier, unser erstes Mal, ein unglaublich toller Moment, den ich nie vergessen werde!

 

Annemiek van Vleuten NED

Ich bin heute hart am Limit gefahren, ich konnte gleich am Anfang bei den Führenden dranbleiben. Dann haben die ihr Tempo zurückgenommen, ich glaube, sie haben schcon an morgen gedacht... also habe ich attackiert und nur Stef de Louwere ist mitgegangen. Wir haben toll zusammengarbeitet, er hat eigentlich viel der Führungsarbeit gemacht, es war so super gemeinsam zu fahren.

Zwei Tage lang hatte ich so ein Pech, ich hatte so gute Vorsprünge und verlor meine Gesamtführung und so viel Zeit weil ich mich verfahren hab... also endlich wieder Glück - meine Revenge!

Ich werde den Gesamtsieg nicht mehr schaffen, werde mich aber nun voll auf die Tagessiege konzentrieren, die noch zu holen sind. Ich freue mich auf meinen Boomerang heute! Vielleicht gibt es noch einen morgen.

 

Sebastien Carabin BEL

Es war ein schnelles Rennen, aber ein taktisches. Keiner wollte hart fahren und vorne sein. Es war ein anderes Rennen heute. So werde ich einfach nicht locker lassen und wir werden sehen, was noch rauszuholen ist. Urs ist sehr stark.

Aber mir gefällt es hier, das ist ein unvergleichliches Etappenrennen. Man fühlt sich wie in einer großen Familie, man freundet sich sofort mit jedem an. Es geht uns gut, das Essen ist gut, die Trails sind toll, das Wetter ist gut, einfach schön. Die perfekte Weise die Saison zu beenden.

 

Michel Meysman BEL

Ich habe versucht von meinen Konkurrenten wegzukommen, ich hatte Glück, dass es so eine kurze Etappe war, es ist mir gelungen. Ich bin dritter und wirklich froh.

 

 

Top Results Elite category:

 

Top Results Elite Men:

1.#6Stef DE LOUWERE (Veco cycling team) / NED / 1h31:28.8

2.#1Sebastien CARABIN (merida wallonie-Vojo Mag) / BEL / 1h34:52.2+3:23.4 

3.#11Urs HUBER (Team Bulls) / SUI / 1h34:52.3+3:23.5 

4.#2Matthias GRICK (KTM Ebner Transporte Cycling Team Graz) / AUT / 1h35:00.5+3:31.7 

5.#4Michiel VAN AELBROECK (WMTB.be)/ BEL / 1h35:04.7+3:35.9

 

Top Results Elite Women Stage 6:

1.#22Annemiek VAN VLEUTEN (Orica-AIS / Scott) / NED / 1h32:23.9

2. #25Ruth CORSET / AUS / 1h40:50.6 +8:26.7

3.#21Alice PIRARD (Merida-Wallonie MTB Team)/ BEL / 1h44:52.7 +12:28.8

4.#23Sarah KAEHLER (Astute Financial Racing Team) / AUS / 1h57:48.9 +25:25.0

 

Overall Results Stage 6 Elite Men:

1.#11Urs HUBER (Team Bulls) / SUI / 19h33:55.3 

2.#1Sebastien CARABIN (merida wallonie-Vojo Mag) / BEL / 19h35:36.9+1:41.6 

3.#4Michiel VAN AELBROECK (WMTB.be) / BEL / 20h36:40.8+1h02:45.5 

4.#3Bas PETERS (MijnBadLiv/Giant offroad team) / NED / 20h40:51.8+1h06:56.5 

5.#10Manuel PLIEM (Team KTM-RAD.SPORT.SZENE) / AUT / 20h45:28.0+1h11:32.7

 

Overall Results Stage 6 Elite Women:

1.#21Alice PIRARD (Merida-Wallonie MTB Team) / BEL / 25h23:01.6

2.#22Annemiek VAN VLEUTEN (Orica-AIS / Scott) / NED / 26h33:53.6+1h10:52.0 

3.#25Ruth CORSET / AUS / 26h36:09.9+1h13:08.3

4.#23Sarah KAEHLER (Astute Financial Racing Team) / AUS / 30h02:57.3+4h39:55.7

 

 

High-res media photos:

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Photos: Crocodile Trophy/Regina Stanger

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>> Stef de Louwere und Annemiek van Vleuten in den Mareeba Wetlands bei der Skybury Kaffeeplantage. 

>> Huber leistet Führungsarbeit in der Verfolgergruppe in den Wetlands.

>> Stef de Louwere - Etappensieger in Skybury.

>> Annemiek van Vleuten - eine kühne Attacke der Holländerin heute.

>> Unvergesslich: Stef ist beim Rennen gemeinsam mit seinem Vater Robert de Louwere.

 

 

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